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Archiv: Presseinformationen

Deutsche Mineralbrunnen füllen auf stabil hohem Niveau ab

Mineralwasser-Absatz 2017
09.01.2018

Die deutschen Mineralbrunnen haben im Jahr 2017 Mineral- und Heilwasser auf einem stabil hohen Niveau abgefüllt. Mit insgesamt 11,3 Milliarden Litern wurde der Wert des Jahres 2016 erneut erreicht. Auch der Gesamtabsatz der Branche, der sich aus den Werten für Mineralwasser, Heilwasser und Mineralbrunnen-Erfrischungs-getränken berechnet, entsprach mit 14,7 Milliarden Litern dem Vorjahreswert. Diese Zahlen basieren auf einer Hochrechnung, die der Verband Deutscher Mineralbrunnen e.V. (VDM) jetzt veröffentlicht hat.

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Rekordjahr für deutsche Mineralbrunnen

Mineralwasser-Absatz 2016

05. Januar 2017

Die deutschen Mineralbrunnen haben im Jahr 2016 so viel Mineral- und Heilwasser wie nie zuvor abgefüllt. Der Rekordwert von 11,3 Milliarden Litern resultiert aus einem Zuwachs von 0,8 Prozent im Vergleich zu 2015. Der Gesamtabsatz der Branche, der sich aus Mineralwasser, Heilwasser sowie Mineralbrunnen-Erfrischungsgetränken berechnet, stieg um 0,4 Prozent auf 14,8 Milliarden Liter. Größter Gewinner unter den Mineralwasser-Sorten mit einem Plus von fast zehn Prozent war erneut Mineralwasser ohne Kohlensäure. Die Zahlen beruhen auf einer Hochrechnung, die der Verband Deutscher
Mineralbrunnen e.V. (VDM) jetzt veröffentlicht hat.

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Die Deutschen lieben ihr Mineralwasser

VDM: Aktuelle Mineralwassermarkt-Zahlen 2015

07.01.2016

Der Absatz von Mineral- und Heilwasser der deutschen Brunnen legte 2015 gegenüber dem Vorjahr um 3,4 Prozent zu und liegt nun bei 11,1 Milliarden Litern – ein neuer Rekordwert. Die Zahlen beruhen auf einer Hochrechnung, die der Verband Deutscher Mineralbrunnen e.V. (VDM) am Donnerstag veröffentlichte.

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Mineralwasserabsatz auf neuem Rekordniveau

VDM: Aktuelle Mineralwassermarkt-Zahlen 2014

07. 01.2015

Mineralwasser wird in Deutschland immer beliebter. Der Pro-Kopf-Verbrauch von Mineral- und Heilwasser stieg 2014 zum vierten Mal in Folge und erzielte mit 143,5 Litern einen neuen Höchstwert. Rekordniveau erreichte zudem der Mineralwasserabsatz: Die deutschen Mineralbrunnen füllten 10,7 Milliarden Liter Mineral- und Heilwasser ab, was einem Absatzplus von 2,5 Prozent entspricht. Natürliches Mineralwasser bleibt damit in Deutschland der beliebteste Durstlöscher. Die Zahlen gab der Verband Deutscher Mineralbrunnen (VDM) nach erster Hochrechnung am Mittwoch in Bonn bekannt.

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Symposium und Parlamentarischer Abend am 3. März 2020 in Berlin

10.03.2020

Verband Deutscher Mineralbrunnen fordert ordnungspolitisch sinnvolle Rahmenbedingungen

Berlin/Bonn, 10.03.2020 – Am Dienstag, 3. März 2020, diskutierte die Mineralbrunnenbranche im Rahmen eines Symposiums im Berliner Humboldt Carré mit zahlreichen Vertretern aus Politik, Wirtschaft, Gewerkschaften, NGOs und Wissenschaft über Wege zur Umsetzung von Nachhaltigkeitszielen. In drei aufeinanderfolgenden Diskussionsrunden widmeten sich jeweils fünf Referenten den Themen „Zulässigkeit und Grenzen staatlicher Eingriffe in den Wettbewerb“, „Die Wertschöpfungskette rund um das Naturprodukt Mineralwasser“ sowie „Mineralwasser und Leitungswasser im Spannungsfeld einer natürlichen und nachhaltigen Lebensweise“. Beim anschließenden Parlamentarischen Abend richtete die Bundesministerin für Ernährung und Landwirtschaft, Frau Julia Klöckner, ein Grußwort an die über 100 Gäste.

In seiner Ansprache zum Parlamentarischen Abend wies Dr. Karl Tack, Vorsitzender des Verbandes Deutscher Mineralbrunnen (VDM), darauf hin, dass der Dialog zwischen der Mineralbrunnenbranche und der Politik in jüngster Zeit nicht ganz konfliktfrei verlaufen ist: „Gerade aus dem Bundesumweltministerium wurde ungerechtfertigt in den Markt eingegriffen, indem der Konsum von Leitungswasser zulasten von in Flaschen abgefülltem Mineralwasser propagiert wurde.“ Diese Form der staatlichen Bevormundung gefährde das Geschäftsmodell der überwiegend kleinen und mittelständischen Mineralbrunnenbetriebe und zahlreiche Arbeitsplätze vor allem in ländlichen Regionen. „Wir fordern von der Politik, die Bevormundung des Verbrauchers zu unterlassen und stattdessen die Wahlfreiheit eines mündigen Bürgers zu akzeptieren. Wir lehnen unnötigen Dirigismus ab und fordern die Politik zur Besinnung auf die Prinzipien einer sozialen Marktwirtschaft mit ordnungspolitisch sinnvollen Rahmenbedingungen auf“, so Dr. Tack weiter.

Zudem hob Dr. Tack den hohen Stellenwert der Mineralbrunnenbranche für die gesamte Wertschöpfungskette und für die Gesellschaft insgesamt hervor. Er zeigte auf, wie stark die Betriebe in der Wertschöpfungskette negativ beeinträchtigt sind, wenn vonseiten der Politik das technische Produkt Leitungswasser mit dem Naturprodukt Mineralwasser gleichgesetzt wird. Hierzu erläuterte er die grundlegenden Unterschiede beider Wasserarten und verdeutlichte den Mehrwert von Mineralwasser.

Auch zur aktuellen umweltpolitischen Debatte nahm der VDM-Vorsitzende Stellung: „Deutschland hat in den vergangenen Jahren ein hervorragendes Rücknahme-, Mehrweg- und Recyclingsystem aufgebaut, das ein Vorbild für Europa und die ganze Welt ist. Damit verfügt Deutschland im Bereich der Getränkeverpackungen also bereits heute über eine funktionierende Kreislaufwirtschaft, die kontinuierlich weiter optimiert wird. Und auch in puncto Klimaneutralität hat sich die Branche bereits gut aufgestellt, viele Mineralbrunnen sind bereits heute klimaneutral, und andere werden nachziehen.“

Mit Blick auf die europäische Gesetzgebung betonte VDM-Geschäftsführer Udo Kremer im Rahmen des Symposiums, dass im Umweltbereich das Prinzip der Subsidiarität gelten müsse. „Die deutschen Mineralbrunnen sind Betrieben aus anderen Ländern in vielen Punkten, wie etwa den Rücklaufquoten, um einiges voraus. Daher kann es nicht sein, dass sich Deutschland beispielsweise beim Thema fest verbundener Verschlüsse nach anderen EU-Ländern richten muss. Vielmehr sollte die Vorreiterrolle Deutschlands auch Ausdruck in der Gesetzgebung der EU finden“, so Kremer.

Bild: Bundesernährungsministerin Julia Klöckner zu Gast beim Parlamentarischen Abend des Verbandes Deutscher Mineralbrunnen.
(v.l.n.r.: VDM-Geschäftsführer Udo Kremer, Bundesministerin Julia Klöckner, VDM-Vorsitzender Dr. Karl Tack)                   

Quellenangabe: VDM/www.joannakosowska.com

Anlage: Rede des VDM-Vorsitzenden Dr. Karl Tack beim Parlamentarischen Abend.

Der Verband Deutscher Mineralbrunnen (VDM) vertritt die politischen und wirtschaftlichen Interessen der Mineralbrunnenbranche. Die rund 200 überwiegend kleinen und mittleren deutschen Mineralbrunnen-Betriebe füllen über 500 verschiedene Mineral- und 34 Heilwässer sowie zahlreiche Mineralbrunnen-Erfrischungsgetränke ab. Mit rund 12.500 Arbeitnehmern sind sie wichtige Arbeitgeber der Ernährungsindustrie.

Für Rückfragen:

Bastian Herzig

Verband Deutscher Mineralbrunnen (VDM)

bastian.herzig(at)vdm-bonn.de

Tel: 0228/95990-13

 

Pressemitteilung VDM (Download als pdf. Datei)

Rede Dr. Karl Tack (Download als pdf. Datei)

Parlamentarischer Abend Julia Klöckner.jpg

 

 

11.02.2020

Wassertest 2019: Stiftung Warentest führt Verbraucher in die Irre

Bonn, 11.02.2020 – Unter dem Titel „Leitungs- und Mineralwasser? Der große Check sorgt für Klarheit in der Frage: Besser aus dem Hahn oder aus der Flasche?“ suggeriert die Stiftung Warentest im Juli-Heft 2019, dass sie Leitungswasser unmittelbar aus dem Hahn mit dem Mineralwasser aus der Flasche in einem validen Test miteinander vergleicht. Sie kommt dabei zu dem Ergebnis, dass die Qualität von Leitungswasser ebenbürtig oder sogar besser als die von Mineralwasser sei. Aber: Der Vergleich basiert auf unterschiedlichen Methoden und Bewertungen. „Aufgrund der unterschiedlichen Prüfprogramme findet hier eine Irreführung des Verbrauchers statt.“ „Die Stiftung Warentest verstößt bei ihrer Berichterstattung, vor allem in ihrer Pressemitteilung vom 26.06.2019, gegen das in ihrer Satzung enthaltene Prinzip der Objektivität.“ Dies sind zwei Kernergebnisse von Prof. Dr. Bernhard Heidel, Inhaber der Professur für Marketingforschung/Statistik an der Hochschule RheinMain, Wiesbaden Business School, der intensiv die Methoden und Ergebnisse der Stiftung Warentest analysiert hat.

Kein valider Wasser-Vergleich: Fehlende sensorische Untersuchung beim Leitungswasser

Die sensorische Bewertung von Mineralwasser spielt mit einem außergewöhnlich hohen Anteil von 50 Prozent an der Gesamtnote eine besonders große Rolle. Eine sensorisch geschulte Prüfgruppe aus sieben Experten verkostete die anonymisierten natürlichen Mineralwässer und ermittelte das sensorische Urteil anhand nicht nachvollziehbarer Kriterien, wie zum Beispiel dem Mundgefühl. Für den Verbraucher bleibt dabei unklar, wie die sensorische Bewertung im Detail zustande gekommen ist.

Gleichzeitig wird bei Leitungswasser ohne Angaben von Gründen auf eine sensorische Prüfung vollständig verzichtet, obwohl sechs der 20 getesteten Leitungswässer mit Chlor desinfiziert wurden. Statt auf Geschmack untersucht die Stiftung Warentest Leitungswasser auf Verunreinigungen oberirdischen Ursprungs. Obwohl 80 Prozent der untersuchten Leitungswässer Spuren davon ausweisen, bescheinigt die Stiftung Warentest allen getesteten Leitungswässern eine hohe Qualität. Zudem verzichtet sie auf eine Schulnotenbewertung.

Kein valider Wasser-Vergleich: Fehlende mikrobiologische Untersuchung beim Leitungswasser

Bei der Untersuchung der mikrobiologischen Qualität von Mineralwasser geht die Stiftung Warentest deutlich über die in der Mineral- und Trinkwasserverordnung (MTVO) gesetzlich enthaltenen Bestimmungen hinaus und prüft stilles Mineralwasser mittels Blutagar-Nährböden auf spezielle Keime. Hier wird Mineralwasser faktisch nach den Anforderungen der klinischen Mikrobiologie an medizinische Spezialnahrung für Hochrisikopatienten bewertet und nicht nach den maßgeblichen gesetzlichen Bestimmungen der MTVO.

Bei Leitungswasser hingegen verzichtet die Stiftung Warentest komplett auf eine Untersuchung der mikrobiologischen Qualität mit der Begründung: „Auf Keime untersuchten wir das Wasser nicht, weil eine mögliche Keimbelastung auch von der individuellen Hygiene am Hahn abhängt.“

Risikofaktoren der „Last Mile“ werden bewusst ausgeklammert

Für die Wasserqualität von der Wasseruhr bis zum Wasserhahn ist der Hauseigentümer und nicht die Wasserwerke verantwortlich. Bei der Probenahme von Leitungswasser durch die Stiftung Warentest wurde das in den Rohrleitungen befindliche Stagnationswasser komplett ablaufen gelassen. Eine Vorgehensweise, die für Verbraucher in Deutschland vollkommen untypisch ist. Dies geht aus einer repräsentativen Umfrage des Markt- und Meinungsforschungsinstituts Kantar TNS hervor, die im Auftrag des Verbands Deutscher Mineralbrunnen (VDM) im August 2019 durchgeführt wurde. Diese zeigt, dass 86 Prozent der Menschen in Privataushalten das Wasser gar nicht beziehungsweise maximal zehn Sekunden ablaufen lassen. Nach dem Ablaufen des Stagnationswassers wird also lediglich die Qualität vor der Wasseruhr, aber nicht die Qualität des aus dem Hahn entnommenen Leitungswassers untersucht.

Dabei lauern in der Hausinstallation zahlreiche Gefahren. Nach Erkenntnissen des Fraunhofer-Instituts für Grenzflächen und Bioverfahrenstechnik (IGB) stellt das häusliche Leitungssystem – vom IGB auch als „Last Mile“ bezeichnet – ein erhebliches Risiko für die Wasserqualität dar. Neben dem Stagnationswasser können der Wasserpartikelfilter, die Leitungsqualität, die Wassertemperatur und der Perlator (Wasserdüse am Hahn) die Leitungswasserqualität nachhaltig beeinträchtigen.

Leitungswasser hat für immunschwache Menschen ein deutlich höheres Risiko-Potenzial

Die bei der Stiftung Warentest fehlende mikrobiologische Überprüfung des Leitungswassers wurde im Sommer 2019 im Auftrag des VDM von dem unabhängigen Institut Fresenius (SGS Institut Fresenius, Taunusstein) in 33 Privathaushalten durchgeführt. Bei der mikrobiologischen Untersuchung auf dem Nährmedium Blutagar kommt die „Leitungswasser Studie 2019“ von SGS Fresenius zu aussagefähigen Ergebnissen: Bei 56 Prozent der untersuchten Leitungswässer waren Keime im Wasser nachweisbar, wenn auf einen Vorlauf und damit auf einen Abfluss des Stagnationswassers verzichtet wurde. Bei einem Vorlauf von 30 Sekunden reduzierte sich die Anzahl der mit Keimen beaufschlagten Leitungswässer nur vergleichsweise gering auf 41 Prozent. Von den 56 Prozent der mit Keimen belasteten Proben weisen über 60 Prozent fakultativ pathogene Keime der Risikostufe 2 nach BioStoffV auf. Sie können ein Risiko für immungeschwächte Menschen darstellen, also zum Beispiel für Babys, Krebs- und Aidskranke. Selbst nach einem verbraucheruntypischen Wasservorlauf von 30 Sekunden, das entspricht zirka fünf Litern, weisen immer noch 28 Prozent der Proben fakultativ pathogene Keime auf.

Bei den in der „Leitungswasserstudie 2019“ von Fresenius parallel untersuchten 30 Mineralwässern wiesen hingegen nur sieben Prozent der Proben Keime dieser Risikoklasse auf. Somit birgt der hygienische Zustand der endständigen Entnahmearmatur deutlich höhere mikrobiologische Gefahren-Potentiale für den Menschen als Mineralwasser, da Mineralwasser direkt an der natürlichen Quelle in Flaschen abgefüllt wird.

Sebastian Rau, Customer Service Manager vom SGS Institut Fresenius, kommt in der „Leitungswasserstudie 2019“ zu dem Ergebnis, „dass für einen aussagekräftigen Vergleich der Qualität von Leitungswasser und natürlichem Mineralwasser das typische Verhalten der Verbraucher und der Zustand der Hausinstallationen nicht außer Acht gelassen werden darf. Ohne Berücksichtigung dieser entscheidenden Einflussgrößen entsteht ein unvollständiger und falscher Eindruck von der tatsächlichen Qualität des Wassers am Ort des Verbrauchs.“

Verbraucher erwarten Vergleichbarkeit bei den Prüfverfahren der Stiftung Warentest

Für Verbraucher in Deutschland ist Transparenz und Vergleichbarkeit sehr wichtig. Im August 2019 hat der Dialog Natürliches Mineralwasser eine repräsentative Bevölkerungsumfrage mit dem Markt- und Meinungsforschungsinstitut forsa durchgeführt, was sie von der Stiftung Warentest beim Wassertest 2019 erwartet: Die Mehrheit geht davon aus, dass alle getesteten Produkte auf genau die gleiche Art und Weise getestet wurden (81 Prozent), die Bewertungsmaßstäbe objektiv nachprüfbarer Fakten, zum Beispiel Keimbelastung, für Leitungs- und Mineralwasser identisch waren (75 Prozent) und die Bewertungen vergleichbar sind und beide nach einem einheitlichen System, zum Beispiel Schulnoten, erfolgten (70 Prozent).

„Für die Mineralbrunnenbetriebe in Deutschland ist es unerträglich, dass die Stiftung Warentest durch wissenschaftlich nicht haltbare Vergleiche Verbraucher in die Irre führt beziehungsweise die Desinformation der Verbraucher billigend in Kauf nimmt. Das mag zwar der Erhöhung der Auflage der Zeitschrift zugutekommen, hinterlässt allerdings bei den nahezu ausschließlich familiengeführten Mineralbrunnenbetrieben einen Existenz gefährdenden wirtschaftlichen Schaden“, so Dr. Karl Tack, Vorsitzender des VDM.

Die Berichterstattung der Stiftung Warentest suggeriert eine Vergleichbarkeit, die nicht gegeben ist

„Der Verbraucher geht durch die Berichterstattung im Testheft 7/2019, in der Pressemitteilung vom 26.06.2019 sowie insbesondere durch die Zweit-Berichterstattung in den Medien fälschlicherweise davon aus, dass die Wasserqualität, wie sie der Verbraucher typischerweise aus dem Hahn entnimmt und konsumiert, mit der Wasserqualität aus der Flasche verglichen wurde. Mit dieser Form der Berichterstattung verstößt die Stiftung Warentest gegen das in ihrer Satzung enthaltene Prinzip der Objektivität“, so Prof. Dr. Bernhard Heidel von der Hochschule RheinMain, Wiesbaden Business School. Prof. Heidel hat die Methoden, Ergebnisse und Berichterstattung der Stiftung Warentest im Auftrag des VDM analysiert.

Pressekontakt

Ullrich Schweitzer
Leiter Dialog Natürliches Mineralwasser
Tel.: +49 (0) 172 / 6939420

Dialog Natürliches Mineralwasser
Verband Deutscher Mineralbrunnen e. V.
Kennedyallee 28
53175 Bonn

E-Mail: dialog-mineralwasser(at)vdm-bonn.de
Tel.: +49 (0) 228 95990-0
www.dialog-mineralwasser.de

Mineralwasser-Absatz 2019

16.01.2020

Mineral- und Heilwasser weiterhin mit hohem Pro-Kopf-Verbrauch

Der Absatz von Mineral- und Heilwasser der deutschen Mineralbrunnen belief sich im Jahr 2019 auf rund 11,0 Milliarden Liter und lag damit um 3,8 Prozent unter dem Rekordwert des Jahres 2018. Auch der Gesamtabsatz der Branche, der sich aus den Zahlen zu Mineralwasser, Heilwasser und Mineralbrunnen-Erfrischungsgetränken berechnet, war rückläufig und lag mit insgesamt 14,4 Milliarden Litern um 3,9 Prozent unter dem Vorjahreswert. Der Pro-Kopf-Verbrauch von Mineral- und Heilwasser sank im Jahr 2019 auf 141,7 Liter. Die Angaben beruhen auf einer ersten Hochrechnung des Verbandes Deutscher Mineralbrunnen e.V. (VDM).

VDM-Geschäftsführer Udo Kremer kommentiert: „Den Rekordabsatz des Jahres 2018 zu erreichen oder gar zu übertreffen, war 2019 auch angesichts der schwankenden Wetterlage im Sommer kaum realisierbar. Dennoch ist anhand des Pro-Kopf-Verbrauchs im Jahr 2019 zu erkennen, dass die Verbraucher nach wie vor das hochwertige und jederzeit sichere und bestens kontrollierte Naturprodukt Mineralwasser zu schätzen wissen“.

Die beliebteste Mineralwasser-Sorte war im Jahr 2019 Mineralwasser mit wenig Kohlensäure („Medium“) mit einem Absatz von rund 4,7 Milliarden Litern, gefolgt von Mineralwasser mit Kohlensäure („Sprudel“ bzw. „Classic“) mit einer Abfüllmenge von 3,9 Milliarden Litern. Den größten Zuwachs in Höhe von 3,0 Prozent konnte Mineralwasser ohne Kohlensäure verzeichnen, gefolgt von Heilwasser mit einem Zuwachs von 1,9 Prozent.

Neben Mineral- und Heilwasser haben die deutschen Mineralbrunnen 2019 rund 3,3 Milliarden Liter Erfrischungsgetränke abgefüllt (- 4,2 Prozent). Hierzu zählen Schorlen, Limonaden, Brausen und Wellnessgetränke auf Mineralwasser-Basis.

Der Verband Deutscher Mineralbrunnen vertritt die politischen und wirtschaftlichen Interessen der Mineralbrunnenbranche. Die zu einem großen Teil mittelständisch geprägten deutschen Mineralbrunnen füllen über 500 verschiedene Mineral- und 34 Heilwässer sowie zahlreiche Mineralbrunnen-Erfrischungsgetränke ab. Mit rund 12.500 Arbeitnehmern sind sie wichtige Arbeitgeber der Ernährungsindustrie.

Bei Rückfragen:

VDM – Verband Deutscher Mineralbrunnen e. V.

Bastian Herzig

Tel.: 0228 – 95990 – 13

E-Mail: bastian.herzig@vdm-bonn.de

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Politisches Frühstück in Bad Peterstal-Griesbach:

22.07.2019

Vertreter von CDU und Bündnis 90/Die Grünen diskutieren zum Naturprodukt Mineralwasser

Bonn/Bad Peterstal-Griesbach, 22. Juli 2019 – Politiker von CDU und Bündnis 90/Die Grünen sowie Bürgermeister aus der Region sind am 19. Juli 2019 der Einladung des Verbandes Deutscher Mineralbrunnen (VDM) zu einem Politischen Frühstück unter dem Motto „Ja zum Naturprodukt Mineralwasser!“ im Hotel Dollenberg in Bad Peterstal-Griesbach gefolgt. Gemeinsam mit den Geschäftsführern der Renchtäler Mineralbrunnenbetriebe Griesbacher, Peterstaler und Schwarzwald-Sprudel suchte der VDM den Dialog mit für die Region zuständigen Politikern, um über die Bedeutung des Naturprodukts Mineralwasser für Verbraucher und Umwelt zu informieren.

 

Der VDM-Vorsitzende Dr. Karl Tack stellte den geladenen Politikern zu Beginn die mit Partnern entlang der Wertschöpfungskette – der Genossenschaft Deutscher Brunnen (GDB), dem Bundesverband Getränkefachgroßhandel (BV GFGH), dem Deutschen Hotel- und Gaststättenverband (DEHOGA) und der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) – entwickelte gemeinsame Position „Ja zum Naturprodukt Mineralwasser!“ vor. Im Anschluss griff Dr. Tack die viel diskutierte Vermüllung der Weltmeere durch Plastik auf und betonte, dass die deutschen Mineralbrunnen mit ihren Produkten und Verpackungen hierzu keinerlei Beitrag leisteten. „Die Vermüllung der Weltmeere ist ein real existierendes und dringend zu lösendes Problem. Die im Rahmen der Kampagne ‚Nein zur Wegwerfgesellschaft‘ geäußerte Empfehlung der Bundesumweltministerin Svenja Schulze, vermehrt Leitungswasser anstelle von in Flaschen abgefülltes Mineralwasser zu konsumieren, geht jedoch völlig am Ziel vorbei“, stellte Dr. Tack fest.

Deutschland verfüge, so Dr. Tack weiter, über ein weltweit vorbildliches Rücknahme- und Recyclingsystem für Getränkeverpackungen, wodurch die heimischen Mineralbrunnen bereits seit langem einen aktiven Beitrag zum Umweltschutz leisteten.

Rücklaufquote für Kunststoffflaschen liegt bei über 97 Prozent

Klaus Bähr von den Peterstaler Mineralquellen pflichtete dem VDM-Vorsitzenden bei und erläuterte, dass nach Schätzungen der Gesellschaft für Verpackungsmarktforschung die Rücklaufquote hierzulande bei Einweg-Kunststoffflaschen über 97 Prozent liegt, wovon nahezu 100 Prozent werkstofflich verwertet würden. „Unsere PET-Flaschen landen nicht in der Umwelt oder gar im Meer, sondern kommen zurück und werden recycelt. Bei Peterstaler zum Beispiel verwenden wir bereits heute 55 Prozent Altmaterial zur Herstellung von neuen PET-Flaschen. Diesen Wert werden wir sogar noch weiter steigern“, so Bähr.

Mineralbrunnen sind ein wichtiger Wirtschaftsfaktor in der Region

Gerhard Kaufmann von den Griesbacher Mineral- und Heilquellen nahm im Folgenden die wirtschaftliche Bedeutung der Mineralbrunnen im Renchtal in den Fokus: „Die Brunnen Griesbacher, Peterstaler und Schwarzwald-Sprudel konnten 2018 mit ihren insgesamt 541 Mitarbeitern, darunter 26 Auszubildenden, 816 Millionen Füllungen absetzen und einen Umsatz von 537 Millionen Euro erzielen. Frau Schulze nimmt mit ihrer einseitigen Bevormundungspolitik billigend in Kauf, dass die Mineralbrunnenbetriebe ohne Not wirtschaftliche Einbußen hinnehmen müssen und so Arbeitsplätze gefährdet sind“.

Mineralwasser bietet ursprüngliche Reinheit von der Quelle bis auf den Tisch

Dass das Naturprodukt gegenüber dem technischen Produkt Leitungswasser viele Vorzüge zu bieten hat, machte Duschan Gert von Schwarzwald-Sprudel deutlich: „Mineralwasser stammt aus geschützten unterirdischen Wasservorkommen und zeichnet sich durch seine natürliche Reinheit aus. Durch die in der Mineral- und Tafelwasserverordnung gesetzlich geregelte Abfüllung von Mineralwasser in Verpackungen, meist in Flaschen, wird die ursprüngliche Reinheit von der Quelle bis auf den Tisch des Verbrauchers garantiert“. Die Qualität des in der Regel aufbereiteten und über mehrere Kilometer transportierten Leitungswassers hingegen werde vom Versorgungsunternehmen nur bis zum Hausanschluss garantiert, fügte Gert an.

„Was viele Verbraucher nicht wissen, ist, dass die Qualitätsverantwortung ab dem Hausanschluss bis zur Entnahme am Wasserhahn an den Hauseigentümer übergeht. Die weitverbreitete Aussage, dass Leitungswasser das am besten kontrollierte Lebensmittel in Deutschland sei, kann nicht der Wahrheit entsprechen, da eine Kontrolle in diesem Abschnitt überhaupt nicht stattfindet. Und gerade auf der sogenannten ‚last mile‘ lauern zahlreiche Risikofaktoren, wie etwa die Qualität und Sauberkeit von Hausleitungen, Wasserfiltern und Perlatoren sowie abgestandenes Wasser in den Leitungen und eine möglicherweise zu hohe Wassertemperatur“, erläutert Gert.

Bevor die Teilnehmer in die Diskussion einstiegen, hob Jürgen Kirchherr vom Verband DEHOGA Baden-Württemberg noch die Bedeutung des Naturproduktes Mineralwasser für die Wirtschaftlichkeit und Arbeitsplatzsicherheit im Hotel- und Gaststättengewerbe in der Region hervor.

Dr. Tack zeigte sich mit dem Gesprächsverlauf zufrieden: „Unser Ziel war es, die politischen Vertreter über die Vorzüge des einzigartigen Naturprodukts Mineralwasser zu informieren und zur Unterstützung der Getränkewirtschaft und des Gastgewerbes aufzufordern. Wir sind uns sicher, dass wir überzeugende Argumente liefern, warum es insbesondere vonseiten der Politik unerlässlich ist, sich für die mittelständischen Unternehmen unserer Branchen einzusetzen.“

Foto:Die Teilnehmer des Politischen Frühstücks der Renchtäler Mineralbrunnenbetriebe.

Pressemitteilung VDM (Download als pdf-Datei)

Mineral- und Leitungswasser: Stiftung Warentest misst mit zweierlei Maß

03.07.2019

Stellungnahme zu test 7/2019

Mineral- und Leitungswasser:
Stiftung Warentest misst mit zweierlei Maß

· Maßstäbe des Mineralwasser-Tests gehen über gesetzliche Vorgaben hinaus

· Wichtige Kriterien für Leitungswasserqualität wurden nicht untersucht

 

Mit dem in der Ausgabe test 7/2019 erschienenen Test von Mineral- und Leitungswasser suggeriert Stiftung Warentest dem Verbraucher, dass die Qualität von Leitungswasser aus dem Hahn mit der Qualität von in Flaschen abgefülltem Mineralwasser verglichen werde. Erst durch eine genauere Analyse des Testverfahrens ist jedoch erkennbar, dass ein Test der Qualität von Leitungswasser aus dem Hahn unter verbrauchsüblichen Bedingungen gar nicht stattgefunden hat. Zudem basieren die vorgestellten Testergebnisse für die beiden Wasserarten nicht auf systematisch vergleichbaren Methoden, die einen objektiven Prozess der Beurteilung zulassen.

 

Keine mikrobiologische Untersuchung beim Leitungswasser

Stiftung Warentest hat festgestellt, dass einige stille Mineralwässer mit Keimen belastet sind. Die Untersuchung beschränkte sich an dieser Stelle jedoch nicht auf die Überprüfung der in der Mineral- und Trinkwasserverordnung (MTVO) enthaltenen gesetzlichen Bestimmungen, sondern ging weit darüber hinaus. Mikrobiologisch geprüft wurden die Mineralwässer zudem auf Basis der Nährmedien Blutagar, Hefe und Schimmelpilze.

Leitungswasser hingegen wurde nicht auf Keime überprüft. Begründet wird dies mit dem Hinweis: „Auf Keime untersuchten wir das Wasser nicht, weil eine mögliche Keimbelastung auch von der häuslichen Hygiene am Hahn abhängt.“ Die Empfehlung von Stiftung Warentest für Leitungswasser ist deshalb höchst zweifelhaft, denn es wird lediglich die Wasserqualität bis zur Wasseruhr, aber nicht die Qualität des tatsächlich aus dem Hahn entnommenen Leitungswassers untersucht.

Gefahren der „Last Mile“ werden ausgeblendet

Dabei lauern gerade in der Hausinstallation zahlreiche Gefahren. So können Leitungen, Hauspartikelfilter und Siebeinsätze die Wasserqualität negativ beeinflussen. Nach Erkenntnissen des Fraunhofer-Instituts für Grenzflächen- und Bioverfahrenstechnik IGB stellt die „häusliche Verpackung“ – vom IGB auch „Last Mile“ genannt – ein erhebliches Risiko für die Wasserqualität dar.

Ein weiteres Risiko in der Hausinstallation für den Verbraucher stellt Stagnationswasser dar, also Wasser, das länger als vier Stunden in der Leitung gestanden hat. Dieses soll laut Empfehlung des Bundesumweltministeriums nicht zur Zubereitung von Speisen und Getränken genutzt werden. Auf diese Risiken für die Wasserqualität geht Stiftung Warentest überhaupt nicht ein, sondern hält nur fest: „Stagnationswasser ließen wir vorher ablaufen“.

Statt auf Keime untersuchte Stiftung Warentest Leitungswasser auf Verunreinigungen oberirdischen Ursprungs und andere kritische Stoffe wie Chrom VI. Obwohl 16 von 20 untersuchten Leitungswässern Spuren davon aufweisen, bescheinigt Stiftung Warentest allen getesteten Leitungswässern eine hohe Qualität. Auch dies ist sehr zweifelhaft.

Geschmackstest nur für Mineralwasser

Auch an anderer Stelle hinkt der Vergleich. So wurden alle Mineralwässer einem Geschmackstest unterzogen, der sogar 50 Prozent der Schulnotenbewertung ausmacht. Bei Leitungswasser fand weder eine solche Prüfung noch eine Bewertung mit Schulnoten statt. Warum dies so vorgenommen wurde, wird nicht erläutert. Dies ist umso erstaunlicher, als fast jede dritte Leitungswasserprobe (6 von 20) im Test Stoffe enthielt, die eine Behandlung mit Chlor anzeigen.

Die Tatsache, dass viele Mineralwässer weniger Mineralstoffe als das örtliche Leitungswasser enthielten, wird von Stiftung Warentest ebenfalls als ein Mangel bewertet. Dabei wird verschwiegen, dass im Segment der kohlensäurefreien Mineralwässer einige Mineralbrunnen mit mineralstoffreichen Mineralwässern ihre mineralstoffärmeren Produkte bewusst aus einem anderen Quellvorkommen anbieten. Dies liegt daran, dass einerseits die Gefahr des Absetzens der Mineralstoffe am Boden der Mineralwasserflasche und anderseits der starke Eigengeschmack der Mineralstoffe bei vielen Verbrauchern auf Ablehnung stößt. Auch im aktuellen Test bekommen einige Mineralwässer mit überdurchschnittlich hohem Mineralstoffgehalt sensorisch abwertende Beurteilungen.

Der Test lässt außer Acht, dass der Verbraucher beim Einkaufen selbst entscheiden kann, welche Mineralisierung seinen geschmacklichen Vorlieben und ernährungsphysiologischen Bedürfnissen entspricht. Im Gegensatz dazu steht ihm an seinem Wohnort aber immer nur ein einziges Leitungswasser zur Verfügung.

Stellungnahme VDM (Download als PDF-Datei)

Presseinformation: Mineralbrunnenbetriebe kritisieren Prüfverfahren von Stiftung Warentest

03.07.2019

Verband Deutscher Mineralbrunnen

Mineralbrunnenbetriebe kritisieren Prüfverfahren von Stiftung Warentest                                                        

Bonn, 3. Juli 2019 – Der Verband Deutscher Mineralbrunnen (VDM) kritisiert die Prüfverfahren von Stiftung Warentest beim jüngsten Test von Mineral- und Leitungswasser. Demnach basierten die in der Ausgabe test 7/2019 vorgestellten Ergebnisse für die beiden Wasserarten nicht auf systematisch vergleichbaren Methoden, die einen objektiven Prozess der Beurteilung zulassen. Außerdem gingen die Maßstäbe des Mineralwasser-Tests deutlich über die gesetzlichen Bestimmungen der Mineral- und Tafelwasserverordnung (MTVO) hinaus. Nach einer bereits veröffentlichten Klarstellung zum Vorhandensein gesundheitlich unbedenklicher Keime in Mineralwasser äußert sich der Verband jetzt in einer ausführlicheren Stellungnahme zum Test.

Dr. Karl Tack, Vorsitzender des VDM, erklärt: „Stiftung Warentest suggeriert dem Verbraucher, dass die Qualität von Leitungswasser aus dem Hahn mit der Qualität von in Flaschen abgefülltem Mineralwasser verglichen werde. Erst bei genauerem Hinsehen wird klar, dass die Leitungswasserproben hinsichtlich gesundheitlicher Parameter überhaupt nicht untersucht wurden.“ Denn Leitungswasser wurde, anders als Mineralwasser, beispielsweise gar nicht auf Keime hin getestet.

Nach den Prüfverfahren von Stiftung Warentest, bei denen das in den Rohrleitungen befindliche Stagnationswasser zunächst abgelaufen lassen wurde, wird die Qualität von Leitungswasser faktisch lediglich bis zur Wasseruhr geprüft. Die Risikofaktoren bis zur Entnahme am Wasserhahn werden – wie es bei einem praxisbezogenen Vergleich angebracht wäre – nicht unter die Lupe genommen. Dabei lauern gerade auf dieser sogenannten „Last mile“ in der Hausinstallation zahlreiche Gefahren. So können Leitungen, Hauspartikelfilter und Siebeinsätze die Wasserqualität negativ beeinflussen. Statt einer ergebnisoffenen und vergleichbaren Vorgehensweise unterzieht Stiftung Warentest Leitungs- und Mineralwasser also völlig unterschiedlichen Testmethoden.

„Die einseitige Berichterstattung der Medien pro Leitungswasser im Anschluss an die Veröffentlichung der Testergebnisse wird von Stiftung Warentest billigend in Kauf genommen. Wenn an Mineralwasser höchste Qualitätsansprüche angelegt werden und bei Leitungswasser alle Faktoren, die der positiven Qualitätsbeurteilung nicht zuträglich sind, ausgeblendet werden, wird mit zweierlei Maß gemessen. Zudem lässt Stiftung Warentest unter den Tisch fallen, dass es sich bei Mineralwasser um ein unbehandeltes Naturprodukt handelt und bei Leitungswasser um ein technisches Produkt, das in der Regel aufbereitet wird, oftmals sogar chemisch“, so Dr. Tack.

Pressemitteilung VDM (Download als PDF-Datei)

Mineralwasser: Naturprodukt darf Keime enthalten

02.07.2019

Bonn, 27. Juni 2019. Mineralwasser ist ein Naturprodukt und darf wie andere Lebensmittel des allgemeinen Verzehrs auch Keime enthalten. Dies stellt der Verband Deutscher Mineralbrunnen (VDM) anlässlich der jüngsten Veröffentlichung von Stiftung Warentest zu Mineralwasser klar. Nach der Mineral- und Tafelwasserverordnung sind für natürliches Mineralwasser nur wenige schonende Behandlungsverfahren zugelassen. So ist bei Mineralwasser im Unterschied zu Leitungswasser jegliche Behandlung, welche den Keimgehalt verändern könnte, gesetzlich untersagt.
„Als natürliches Lebensmittel hat Mineralwasser eine quelleigene Keimflora, die gesundheitlich unbedenklich sein muss“, erläutert die Ernährungswissenschaftlerin Dr. Marion Wüstefeld-Würfel, Referentin Ernährung und Gesundheit beim VDM. „Um die Sicherheit dieses Naturprodukts zu gewährleisten, unterliegt natürliches Mineralwasser nach den gesetzlichen Bestimmungen strengen Qualitätsanforderungen und -kontrollen.“
Der Schutz der Quellen und die Hygienestandards der Mineralbrunnenbetriebe garantieren dem Verbraucher natürliche Reinheit und höchste Produktsicher-heit. Kontinuierliche Kontrollen durch betriebseigene Labore und unabhängige zertifizierte Prüfinstitute sichern zusätzlich die Qualität der rund 500 natürlichen Mineralwässer in Deutschland.
Auch und gerade in besonders heißen Jahreszeiten ist die flächendeckende Versorgung der Bevölkerung mit natürlichem Mineralwasser jederzeit sicher-gestellt – sowohl für die private Verwendung in Haushalten als auch für die Verwendung in öffentlichen Einrichtungen sowie in Hotels und Gaststätten.

Der Verband Deutscher Mineralbrunnen vertritt die politischen und wirtschaftlichen Interessen der Mineralbrunnenbranche. Die zu einem großen Teil mittelständisch geprägten deutschen Mineralbrunnen füllen über 500 verschiedene Mineral- und 34 Heilwässer sowie zahlreiche Mineralbrunnen-Erfrischungsgetränke ab. Mit rund 12.500 Arbeitnehmern sind sie wichtige Arbeitgeber der Ernährungsindustrie.

Pressemitteilung VDM (Download als PDF-Datei)

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