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Presseinformationen

Bundesregierung: Mineralbrunnen systemrelevant - Abfüllung auch in Krisenzeiten

26.03.2020

26.03.2020 - Die deutschen Mineralbrunnen begrüßen, dass die Bundesregierung die Land- und Ernährungswirtschaft als systemrelevante Infrastruktur anerkennt. „Das ermöglicht, dass auch die Mineralbrunnen in diesen Krisenzeiten unter Berücksichtigung des notwendigen Gesundheitsschutzes ihren Betrieb fortsetzen dürfen“, sagt Dr. Karl Tack, Vorsitzender des Verbandes Deutsche Mineralbrunnen (VDM) am Donnerstag in Bonn.

Um die sprunghaft gestiegene Nachfrage nach Mineralwasser zu erfüllen, arbeiten die rund 200 Mineralbrunnen in Deutschland derzeit auf Hochtouren. „Der Mineralwasser-Absatz der vergangenen zwei März-Wochen ist vergleichbar mit dem heißer Sommermonate“, so Tack. Aufgrund der Corona-Krise kaufen die Verbraucher große Mengen an Mineralwasser auf Vorrat und behalten Leergut zulange zuhause. Deshalb appelliert Tack dringend an die Verbraucher, die leeren Flaschen und Kisten nicht zu horten, sondern sie zügig zurückzubringen. Jeder könne dazu beitragen, dass der Kreislauf des Mehrwegsystems nicht unterbrochen wird und auch weiterhin reibungslos funktioniert.

„Bei der Versorgung mit Mineralwasser gibt es von Seiten der Mineralbrunnen keine Engpässe“, betont der VDM-Vorsitzende. Denn zum einen sprudelt genug Mineralwasser aus den Quellen und zum anderen verfügt die Branche über eine große Vielfalt an unterschiedlichen Gebindearten, die die Versorgung sichern. Die Palette reicht dabei von Glas- und PET-Mehrwegflaschen bis hin zu PET-Einwegflaschen. „Die starke Nachfrage zeigt das große Vertrauen der Verbraucher in das Naturprodukt Mineralwasser“, so Tack. Mineralwasser muss direkt am Quellort unter strengsten amtlichen Qualitäts-, Sicherheits- und Hygieneauflagen in Flaschen abgefüllt werden.

Der Verband Deutscher Mineralbrunnen (VDM) vertritt die Interessen der rund 200 Mineralbrunnen in Deutschland. Sie stehen für mehr als 500 verschiedene Mineralwässer und 34 Heilwässer sowie zahlreiche Mineralbrunnen-Erfrischungsgetränke.

 

Pressekontakt:

Anja-Katharina von der Hagen

Leiterin Kommunikation

Verband Deutscher Mineralbrunnen e.V.

Kennedyallee 28

Telefon: 0228-95990-21

E-Mail: hagen(at)vdm-bonn.de

 

Pressemitteilung VDM (Download als pdf. Datei)

Gemeinsame Presseerklärung der Getränkewirtschaft

19.03.2020

„Getränkeversorgung ist gesichert – Getränkewirtschaft sieht keine Engpässe, bittet aber um Rückgabe des Leerguts“ - Die Erklärung der Bundesregierung, die Lebensmittelversorgung sei gesichert, schließt den Bereich der Getränke ein. Die Verbände der Getränkewirtschaft sehen trotz stellenweise erhöhter Nachfrage die Versorgung auch weiterhin gewährleistet. Die Branche ist überwiegend mittelständisch, regional und damit auch dezentral geprägt. Es greifen nun die über Jahrzehnte aufgebauten Logistikketten und die enge Kooperation von Mineralbrunnen, Brauereien und den Produzenten von alkoholfreien Getränken und Fruchtsäften mit dem Lebensmittelhandel, dem Getränkeeinzelhandel und dem Getränkefachgroßhandel.

Mit Blick auf die von Bund und Ländern beschlossenen Leitlinien zur Eindämmung des Coronavirus (SARS-CoV-2) begrüßt die Getränkewirtschaft die in dieser Vereinbarung getroffene Klarstellung, dass Getränkemärkte in allen Bundesländern weiterhin geöffnet bleiben sollen. Ebenfalls uneingeschränkt arbeiten sollen Abhol- und Lieferdienste. Diese Maßnahmen sind eine wichtige Weichenstellung, um eine verlässliche Nahversorgung in den Städten wie im ländlichen Raum zu erhalten.

Damit die Versorgung weiter reibungslos laufen kann, setzen Getränkehersteller und Getränkehandel
ausdrücklich auch auf die Unterstützung der Verbraucherinnen und Verbraucher:


- Wir bitten darum, die vorhandenen zeitlichen Möglichkeiten umfassend zu nutzen und den Einkauf trotz der erweiterten Öffnungszeiten nicht ausschließlich bzw. vorrangig auf das Wochenende auszurichten.


- Zum anderen bittet die Getränkewirtschaft die Verbraucherinnen und Verbraucher nachdrücklich, beim Einkauf zugleich auch das genutzte Leergut bei Mehrweg (Flaschen wie Kästen) so bald wie möglich wieder über den Handel zurückzubringen.


Hintergrundinformation
Im Unterschied etwa zu anderen EU-Staaten werden in Deutschland Getränke nicht allein über klassische Supermärkte, Discounter oder SB-Warenhäuser bezogen, sondern zu einem relevanten Teil über den Getränkefachhandel und die Getränkefachmärkte. Bundesweit versorgen hierbei neben 34.800 Lebensmittelgeschäften auch noch nahezu 10.000 Getränkefachmärkte die Bevölkerung (Quelle: Nielsen, 2019). Etwa ein Drittel des Gesamtumsatzes von Getränken entfällt auf diese Abholmärkte. Der Anteil alkoholfreier Getränke liegt dabei bei 62 Prozent, das größte Absatzsegment ist Mineralwasser.

Ansprechpartner für die Medien

Andreas Vogel, Vorstand
Verband des Deutschen Getränke-Einzelhandels e.V.
Uhrwerkerstr. 43
59387 Ascheberg
Tel. 0171/8611 011
vogel@getraenke-einzelhandel.de
www.getraenke-einzelhandel.de

Dirk Reinsberg, Geschäftsführender Vorstand
Bundesverband des Deutschen Getränkefachgroßhandels e.V.
Monschauer Str. 7
40549 Düsseldorf
Tel. 0211/ 683938
reinsberg@bv-gfgh.de
www.bv-gfgh.de

Udo Kremer, Geschäftsführer
Verband Deutscher Mineralbrunnen e.V.
Kennedyallee 28
53175 Bonn
Tel. 0228/9599012
udo.kremer@vdm-bonn.de
www.vdm-bonn.de

Dr. Detlef Groß, Hauptgeschäftsführer
Wirtschaftsvereinigung Alkoholfreie Getränke e.V.
Monbijouplatz 11
10178 Berlin
Tel. 030/259 2580
dgross@wafg.de
www.wafg.de

Holger Eichele, Hauptgeschäftsführer
Deutscher Brauer-Bund e.V.
Neustädtische Kirchstr. 7A
10117 Berlin
Tel.: 030/20916725
eichele@brauer-bund.de
www.brauer-bund.de

Klaus Heitlinger, Geschäftsführer
Verband der deutschen Fruchtsaftindustrie e.V.
Mainzer Straße 253
53179 Bonn
Tel. 0228/ 954600
heitlinger@fruchtsaft.org
www.fruchtsaft.org

Gemeinsame Presseerklärung (Download als pdf. Datei)

 

 

Symposium und Parlamentarischer Abend am 3. März 2020 in Berlin

10.03.2020

Verband Deutscher Mineralbrunnen fordert ordnungspolitisch sinnvolle Rahmenbedingungen

Berlin/Bonn, 10.03.2020 – Am Dienstag, 3. März 2020, diskutierte die Mineralbrunnenbranche im Rahmen eines Symposiums im Berliner Humboldt Carré mit zahlreichen Vertretern aus Politik, Wirtschaft, Gewerkschaften, NGOs und Wissenschaft über Wege zur Umsetzung von Nachhaltigkeitszielen. In drei aufeinanderfolgenden Diskussionsrunden widmeten sich jeweils fünf Referenten den Themen „Zulässigkeit und Grenzen staatlicher Eingriffe in den Wettbewerb“, „Die Wertschöpfungskette rund um das Naturprodukt Mineralwasser“ sowie „Mineralwasser und Leitungswasser im Spannungsfeld einer natürlichen und nachhaltigen Lebensweise“. Beim anschließenden Parlamentarischen Abend richtete die Bundesministerin für Ernährung und Landwirtschaft, Frau Julia Klöckner, ein Grußwort an die über 100 Gäste.

In seiner Ansprache zum Parlamentarischen Abend wies Dr. Karl Tack, Vorsitzender des Verbandes Deutscher Mineralbrunnen (VDM), darauf hin, dass der Dialog zwischen der Mineralbrunnenbranche und der Politik in jüngster Zeit nicht ganz konfliktfrei verlaufen ist: „Gerade aus dem Bundesumweltministerium wurde ungerechtfertigt in den Markt eingegriffen, indem der Konsum von Leitungswasser zulasten von in Flaschen abgefülltem Mineralwasser propagiert wurde.“ Diese Form der staatlichen Bevormundung gefährde das Geschäftsmodell der überwiegend kleinen und mittelständischen Mineralbrunnenbetriebe und zahlreiche Arbeitsplätze vor allem in ländlichen Regionen. „Wir fordern von der Politik, die Bevormundung des Verbrauchers zu unterlassen und stattdessen die Wahlfreiheit eines mündigen Bürgers zu akzeptieren. Wir lehnen unnötigen Dirigismus ab und fordern die Politik zur Besinnung auf die Prinzipien einer sozialen Marktwirtschaft mit ordnungspolitisch sinnvollen Rahmenbedingungen auf“, so Dr. Tack weiter.

Zudem hob Dr. Tack den hohen Stellenwert der Mineralbrunnenbranche für die gesamte Wertschöpfungskette und für die Gesellschaft insgesamt hervor. Er zeigte auf, wie stark die Betriebe in der Wertschöpfungskette negativ beeinträchtigt sind, wenn vonseiten der Politik das technische Produkt Leitungswasser mit dem Naturprodukt Mineralwasser gleichgesetzt wird. Hierzu erläuterte er die grundlegenden Unterschiede beider Wasserarten und verdeutlichte den Mehrwert von Mineralwasser.

Auch zur aktuellen umweltpolitischen Debatte nahm der VDM-Vorsitzende Stellung: „Deutschland hat in den vergangenen Jahren ein hervorragendes Rücknahme-, Mehrweg- und Recyclingsystem aufgebaut, das ein Vorbild für Europa und die ganze Welt ist. Damit verfügt Deutschland im Bereich der Getränkeverpackungen also bereits heute über eine funktionierende Kreislaufwirtschaft, die kontinuierlich weiter optimiert wird. Und auch in puncto Klimaneutralität hat sich die Branche bereits gut aufgestellt, viele Mineralbrunnen sind bereits heute klimaneutral, und andere werden nachziehen.“

Mit Blick auf die europäische Gesetzgebung betonte VDM-Geschäftsführer Udo Kremer im Rahmen des Symposiums, dass im Umweltbereich das Prinzip der Subsidiarität gelten müsse. „Die deutschen Mineralbrunnen sind Betrieben aus anderen Ländern in vielen Punkten, wie etwa den Rücklaufquoten, um einiges voraus. Daher kann es nicht sein, dass sich Deutschland beispielsweise beim Thema fest verbundener Verschlüsse nach anderen EU-Ländern richten muss. Vielmehr sollte die Vorreiterrolle Deutschlands auch Ausdruck in der Gesetzgebung der EU finden“, so Kremer.

Bild: Bundesernährungsministerin Julia Klöckner zu Gast beim Parlamentarischen Abend des Verbandes Deutscher Mineralbrunnen.
(v.l.n.r.: VDM-Geschäftsführer Udo Kremer, Bundesministerin Julia Klöckner, VDM-Vorsitzender Dr. Karl Tack)                   

Quellenangabe: VDM/www.joannakosowska.com

Anlage: Rede des VDM-Vorsitzenden Dr. Karl Tack beim Parlamentarischen Abend.

Der Verband Deutscher Mineralbrunnen (VDM) vertritt die politischen und wirtschaftlichen Interessen der Mineralbrunnenbranche. Die rund 200 überwiegend kleinen und mittleren deutschen Mineralbrunnen-Betriebe füllen über 500 verschiedene Mineral- und 34 Heilwässer sowie zahlreiche Mineralbrunnen-Erfrischungsgetränke ab. Mit rund 12.500 Arbeitnehmern sind sie wichtige Arbeitgeber der Ernährungsindustrie.

Für Rückfragen:

Bastian Herzig

Verband Deutscher Mineralbrunnen (VDM)

bastian.herzig(at)vdm-bonn.de

Tel: 0228/95990-13

 

Pressemitteilung VDM (Download als pdf. Datei)

Rede Dr. Karl Tack (Download als pdf. Datei)

Parlamentarischer Abend Julia Klöckner.jpg

 

 

11.02.2020

Wassertest 2019: Stiftung Warentest führt Verbraucher in die Irre

Bonn, 11.02.2020 – Unter dem Titel „Leitungs- und Mineralwasser? Der große Check sorgt für Klarheit in der Frage: Besser aus dem Hahn oder aus der Flasche?“ suggeriert die Stiftung Warentest im Juli-Heft 2019, dass sie Leitungswasser unmittelbar aus dem Hahn mit dem Mineralwasser aus der Flasche in einem validen Test miteinander vergleicht. Sie kommt dabei zu dem Ergebnis, dass die Qualität von Leitungswasser ebenbürtig oder sogar besser als die von Mineralwasser sei. Aber: Der Vergleich basiert auf unterschiedlichen Methoden und Bewertungen. „Aufgrund der unterschiedlichen Prüfprogramme findet hier eine Irreführung des Verbrauchers statt.“ „Die Stiftung Warentest verstößt bei ihrer Berichterstattung, vor allem in ihrer Pressemitteilung vom 26.06.2019, gegen das in ihrer Satzung enthaltene Prinzip der Objektivität.“ Dies sind zwei Kernergebnisse von Prof. Dr. Bernhard Heidel, Inhaber der Professur für Marketingforschung/Statistik an der Hochschule RheinMain, Wiesbaden Business School, der intensiv die Methoden und Ergebnisse der Stiftung Warentest analysiert hat.

Kein valider Wasser-Vergleich: Fehlende sensorische Untersuchung beim Leitungswasser

Die sensorische Bewertung von Mineralwasser spielt mit einem außergewöhnlich hohen Anteil von 50 Prozent an der Gesamtnote eine besonders große Rolle. Eine sensorisch geschulte Prüfgruppe aus sieben Experten verkostete die anonymisierten natürlichen Mineralwässer und ermittelte das sensorische Urteil anhand nicht nachvollziehbarer Kriterien, wie zum Beispiel dem Mundgefühl. Für den Verbraucher bleibt dabei unklar, wie die sensorische Bewertung im Detail zustande gekommen ist.

Gleichzeitig wird bei Leitungswasser ohne Angaben von Gründen auf eine sensorische Prüfung vollständig verzichtet, obwohl sechs der 20 getesteten Leitungswässer mit Chlor desinfiziert wurden. Statt auf Geschmack untersucht die Stiftung Warentest Leitungswasser auf Verunreinigungen oberirdischen Ursprungs. Obwohl 80 Prozent der untersuchten Leitungswässer Spuren davon ausweisen, bescheinigt die Stiftung Warentest allen getesteten Leitungswässern eine hohe Qualität. Zudem verzichtet sie auf eine Schulnotenbewertung.

Kein valider Wasser-Vergleich: Fehlende mikrobiologische Untersuchung beim Leitungswasser

Bei der Untersuchung der mikrobiologischen Qualität von Mineralwasser geht die Stiftung Warentest deutlich über die in der Mineral- und Trinkwasserverordnung (MTVO) gesetzlich enthaltenen Bestimmungen hinaus und prüft stilles Mineralwasser mittels Blutagar-Nährböden auf spezielle Keime. Hier wird Mineralwasser faktisch nach den Anforderungen der klinischen Mikrobiologie an medizinische Spezialnahrung für Hochrisikopatienten bewertet und nicht nach den maßgeblichen gesetzlichen Bestimmungen der MTVO.

Bei Leitungswasser hingegen verzichtet die Stiftung Warentest komplett auf eine Untersuchung der mikrobiologischen Qualität mit der Begründung: „Auf Keime untersuchten wir das Wasser nicht, weil eine mögliche Keimbelastung auch von der individuellen Hygiene am Hahn abhängt.“

Risikofaktoren der „Last Mile“ werden bewusst ausgeklammert

Für die Wasserqualität von der Wasseruhr bis zum Wasserhahn ist der Hauseigentümer und nicht die Wasserwerke verantwortlich. Bei der Probenahme von Leitungswasser durch die Stiftung Warentest wurde das in den Rohrleitungen befindliche Stagnationswasser komplett ablaufen gelassen. Eine Vorgehensweise, die für Verbraucher in Deutschland vollkommen untypisch ist. Dies geht aus einer repräsentativen Umfrage des Markt- und Meinungsforschungsinstituts Kantar TNS hervor, die im Auftrag des Verbands Deutscher Mineralbrunnen (VDM) im August 2019 durchgeführt wurde. Diese zeigt, dass 86 Prozent der Menschen in Privataushalten das Wasser gar nicht beziehungsweise maximal zehn Sekunden ablaufen lassen. Nach dem Ablaufen des Stagnationswassers wird also lediglich die Qualität vor der Wasseruhr, aber nicht die Qualität des aus dem Hahn entnommenen Leitungswassers untersucht.

Dabei lauern in der Hausinstallation zahlreiche Gefahren. Nach Erkenntnissen des Fraunhofer-Instituts für Grenzflächen und Bioverfahrenstechnik (IGB) stellt das häusliche Leitungssystem – vom IGB auch als „Last Mile“ bezeichnet – ein erhebliches Risiko für die Wasserqualität dar. Neben dem Stagnationswasser können der Wasserpartikelfilter, die Leitungsqualität, die Wassertemperatur und der Perlator (Wasserdüse am Hahn) die Leitungswasserqualität nachhaltig beeinträchtigen.

Leitungswasser hat für immunschwache Menschen ein deutlich höheres Risiko-Potenzial

Die bei der Stiftung Warentest fehlende mikrobiologische Überprüfung des Leitungswassers wurde im Sommer 2019 im Auftrag des VDM von dem unabhängigen Institut Fresenius (SGS Institut Fresenius, Taunusstein) in 33 Privathaushalten durchgeführt. Bei der mikrobiologischen Untersuchung auf dem Nährmedium Blutagar kommt die „Leitungswasser Studie 2019“ von SGS Fresenius zu aussagefähigen Ergebnissen: Bei 56 Prozent der untersuchten Leitungswässer waren Keime im Wasser nachweisbar, wenn auf einen Vorlauf und damit auf einen Abfluss des Stagnationswassers verzichtet wurde. Bei einem Vorlauf von 30 Sekunden reduzierte sich die Anzahl der mit Keimen beaufschlagten Leitungswässer nur vergleichsweise gering auf 41 Prozent. Von den 56 Prozent der mit Keimen belasteten Proben weisen über 60 Prozent fakultativ pathogene Keime der Risikostufe 2 nach BioStoffV auf. Sie können ein Risiko für immungeschwächte Menschen darstellen, also zum Beispiel für Babys, Krebs- und Aidskranke. Selbst nach einem verbraucheruntypischen Wasservorlauf von 30 Sekunden, das entspricht zirka fünf Litern, weisen immer noch 28 Prozent der Proben fakultativ pathogene Keime auf.

Bei den in der „Leitungswasserstudie 2019“ von Fresenius parallel untersuchten 30 Mineralwässern wiesen hingegen nur sieben Prozent der Proben Keime dieser Risikoklasse auf. Somit birgt der hygienische Zustand der endständigen Entnahmearmatur deutlich höhere mikrobiologische Gefahren-Potentiale für den Menschen als Mineralwasser, da Mineralwasser direkt an der natürlichen Quelle in Flaschen abgefüllt wird.

Sebastian Rau, Customer Service Manager vom SGS Institut Fresenius, kommt in der „Leitungswasserstudie 2019“ zu dem Ergebnis, „dass für einen aussagekräftigen Vergleich der Qualität von Leitungswasser und natürlichem Mineralwasser das typische Verhalten der Verbraucher und der Zustand der Hausinstallationen nicht außer Acht gelassen werden darf. Ohne Berücksichtigung dieser entscheidenden Einflussgrößen entsteht ein unvollständiger und falscher Eindruck von der tatsächlichen Qualität des Wassers am Ort des Verbrauchs.“

Verbraucher erwarten Vergleichbarkeit bei den Prüfverfahren der Stiftung Warentest

Für Verbraucher in Deutschland ist Transparenz und Vergleichbarkeit sehr wichtig. Im August 2019 hat der Dialog Natürliches Mineralwasser eine repräsentative Bevölkerungsumfrage mit dem Markt- und Meinungsforschungsinstitut forsa durchgeführt, was sie von der Stiftung Warentest beim Wassertest 2019 erwartet: Die Mehrheit geht davon aus, dass alle getesteten Produkte auf genau die gleiche Art und Weise getestet wurden (81 Prozent), die Bewertungsmaßstäbe objektiv nachprüfbarer Fakten, zum Beispiel Keimbelastung, für Leitungs- und Mineralwasser identisch waren (75 Prozent) und die Bewertungen vergleichbar sind und beide nach einem einheitlichen System, zum Beispiel Schulnoten, erfolgten (70 Prozent).

„Für die Mineralbrunnenbetriebe in Deutschland ist es unerträglich, dass die Stiftung Warentest durch wissenschaftlich nicht haltbare Vergleiche Verbraucher in die Irre führt beziehungsweise die Desinformation der Verbraucher billigend in Kauf nimmt. Das mag zwar der Erhöhung der Auflage der Zeitschrift zugutekommen, hinterlässt allerdings bei den nahezu ausschließlich familiengeführten Mineralbrunnenbetrieben einen Existenz gefährdenden wirtschaftlichen Schaden“, so Dr. Karl Tack, Vorsitzender des VDM.

Die Berichterstattung der Stiftung Warentest suggeriert eine Vergleichbarkeit, die nicht gegeben ist

„Der Verbraucher geht durch die Berichterstattung im Testheft 7/2019, in der Pressemitteilung vom 26.06.2019 sowie insbesondere durch die Zweit-Berichterstattung in den Medien fälschlicherweise davon aus, dass die Wasserqualität, wie sie der Verbraucher typischerweise aus dem Hahn entnimmt und konsumiert, mit der Wasserqualität aus der Flasche verglichen wurde. Mit dieser Form der Berichterstattung verstößt die Stiftung Warentest gegen das in ihrer Satzung enthaltene Prinzip der Objektivität“, so Prof. Dr. Bernhard Heidel von der Hochschule RheinMain, Wiesbaden Business School. Prof. Heidel hat die Methoden, Ergebnisse und Berichterstattung der Stiftung Warentest im Auftrag des VDM analysiert.

Pressekontakt

Ullrich Schweitzer
Leiter Dialog Natürliches Mineralwasser
Tel.: +49 (0) 172 / 6939420

Dialog Natürliches Mineralwasser
Verband Deutscher Mineralbrunnen e. V.
Kennedyallee 28
53175 Bonn

E-Mail: dialog-mineralwasser(at)vdm-bonn.de
Tel.: +49 (0) 228 95990-0
www.dialog-mineralwasser.de

Mineralwasser-Absatz 2019

16.01.2020

Mineral- und Heilwasser weiterhin mit hohem Pro-Kopf-Verbrauch

Der Absatz von Mineral- und Heilwasser der deutschen Mineralbrunnen belief sich im Jahr 2019 auf rund 11,0 Milliarden Liter und lag damit um 3,8 Prozent unter dem Rekordwert des Jahres 2018. Auch der Gesamtabsatz der Branche, der sich aus den Zahlen zu Mineralwasser, Heilwasser und Mineralbrunnen-Erfrischungsgetränken berechnet, war rückläufig und lag mit insgesamt 14,4 Milliarden Litern um 3,9 Prozent unter dem Vorjahreswert. Der Pro-Kopf-Verbrauch von Mineral- und Heilwasser sank im Jahr 2019 auf 141,7 Liter. Die Angaben beruhen auf einer ersten Hochrechnung des Verbandes Deutscher Mineralbrunnen e.V. (VDM).

VDM-Geschäftsführer Udo Kremer kommentiert: „Den Rekordabsatz des Jahres 2018 zu erreichen oder gar zu übertreffen, war 2019 auch angesichts der schwankenden Wetterlage im Sommer kaum realisierbar. Dennoch ist anhand des Pro-Kopf-Verbrauchs im Jahr 2019 zu erkennen, dass die Verbraucher nach wie vor das hochwertige und jederzeit sichere und bestens kontrollierte Naturprodukt Mineralwasser zu schätzen wissen“.

Die beliebteste Mineralwasser-Sorte war im Jahr 2019 Mineralwasser mit wenig Kohlensäure („Medium“) mit einem Absatz von rund 4,7 Milliarden Litern, gefolgt von Mineralwasser mit Kohlensäure („Sprudel“ bzw. „Classic“) mit einer Abfüllmenge von 3,9 Milliarden Litern. Den größten Zuwachs in Höhe von 3,0 Prozent konnte Mineralwasser ohne Kohlensäure verzeichnen, gefolgt von Heilwasser mit einem Zuwachs von 1,9 Prozent.

Neben Mineral- und Heilwasser haben die deutschen Mineralbrunnen 2019 rund 3,3 Milliarden Liter Erfrischungsgetränke abgefüllt (- 4,2 Prozent). Hierzu zählen Schorlen, Limonaden, Brausen und Wellnessgetränke auf Mineralwasser-Basis.

Der Verband Deutscher Mineralbrunnen vertritt die politischen und wirtschaftlichen Interessen der Mineralbrunnenbranche. Die zu einem großen Teil mittelständisch geprägten deutschen Mineralbrunnen füllen über 500 verschiedene Mineral- und 34 Heilwässer sowie zahlreiche Mineralbrunnen-Erfrischungsgetränke ab. Mit rund 12.500 Arbeitnehmern sind sie wichtige Arbeitgeber der Ernährungsindustrie.

Bei Rückfragen:

VDM – Verband Deutscher Mineralbrunnen e. V.

Bastian Herzig

Tel.: 0228 – 95990 – 13

E-Mail: bastian.herzig@vdm-bonn.de

Pressemitteilung VDM (Download als pdf. Datei)