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Presseinformationen

Mineralwasser-Absatz 2020 - Mineralbrunnen behaupten sich im Corona-Jahr

28.01.2021

Bonn, 28. Januar 2021 - Der Absatz von Mineral- und Heilwasser der deutschen Mineralbrunnen verzeichnete im Jahr 2020 einen Rückgang um 4,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, bleibt jedoch mit rund 10,4 Milliarden Litern auf einem hohen Niveau. Auch der Gesamtabsatz der Mineralbrunnenbranche, der sich aus den Werten zu Mineralwasser, Heilwasser und Mineralbrunnen-Erfrischungsgetränken berechnet, reduzierte sich, und zwar um 4,7 Prozent auf insgesamt rund 13,6 Milliarden Liter. Die Angaben beruhen auf einer ersten Hochrechnung des Verbandes Deutscher Mineralbrunnen e.V. (VDM).


"Die deutsche Mineralbrunnenbranche insgesamt ist im Corona-Jahr 2020 wirtschaftlich solide durch die Krise gekommen, auch wenn sich die Lockdown-Maßnahmen insbesondere mit der Schließung der Gastronomie und der Hotellerie unterschiedlich auf die Mineralbrunnenbetriebe ausgewirkt hat. Trotz des damit erwartbaren Absatzrückgangs konnten sich Anbieter des Naturprodukts Mineralwassers gut behaupten", kommentiert VDM-Geschäftsführer Udo Kremer.


Gerade auch in unsicheren Zeiten schätzen die Verbraucher die Zuverlässigkeit und hohe Qualität von natürlichem Mineralwasser. Bei der Abfüllung aus den Quellen achten die rund 200 überwiegend kleinen und mittleren Mineralbrunnenbetriebe stets auf höchste Sicherheitsstandards, um so die Reinheit des Naturproduktes Mineralwasser zu erhalten. Als einziges Lebensmittel in Deutschland bedarf Mineralwasser einer amtlichen Anerkennung. Das Anerkennungsverfahren umfasst mehr als 200 Einzeluntersuchungen. Damit sind Reinheit und Qualität von Mineralwasser von der Quelle bis auf den Tisch des Verbrauchers garantiert.


Der Pro-Kopf-Verbrauch von Mineral- und Heilwasser liegt im Jahr 2020 mit 133,8 Litern weiterhin auf einem hohen Niveau, sank jedoch um 5,9 Liter im Vergleich zu 2019. Die beliebteste Mineralwasser-Sorte war auch im Jahr 2020 Mineralwasser mit wenig Kohlensäure ("Medium") mit einem Absatz von rund 4,5 Milliarden Litern, gefolgt von Mineralwasser mit Kohlensäure ("Sprudel" bzw. "Classic") mit einer Abfüllmenge von rund 3,7 Milliarden Litern. Der Absatz von Mineralwasser ohne Kohlensäure lag mit rund 2,0 Milliarden Litern auf dem Niveau des Vorjahres. Heilwasser verzeichnet mit einem Abfüllvolumen von rund 82 Millionen Litern ein Absatzplus von 2,2 Prozent.


Neben Mineral- und Heilwasser haben die deutschen Mineralbrunnen 2020 rund 3,2 Milliarden Liter Erfrischungsgetränke abgefüllt (- 5,2 Prozent). Hierzu zählen Schorlen, Limonaden, Brausen und Wellnessgetränke auf Mineralwasser-Basis.


Der Verband Deutscher Mineralbrunnen (VDM) vertritt die politischen und wirtschaftlichen Interessen der Mineralbrunnenbranche. Die rund 200 überwiegend kleinen und mittleren deutschen Mineralbrunnen-Betriebe füllen über 500 verschiedene Mineral- und 34 Heilwässer sowie zahlreiche Mineralbrunnen-Erfrischungsgetränke ab. Mit rund 12.500 Arbeitnehmern sind sie wichtige Arbeitgeber der Ernährungsindustrie. Im Rahmen der Anfang 2021 gemeinsam mit der Genossenschaft Deutscher Brunnen (GDB) gestarteten Brancheninitiative "Klimaneutralität 2030" begleitet der VDM die deutschen Mineralbrunnen auf dem Weg in die Klimaneutralität. Bis spätestens zum Jahr 2030 soll die gesamte Prozesskette von natürlichem Mineralwasser klimaneutral gestellt werden.


Bei Rückfragen:
VDM - Verband Deutscher Mineralbrunnen e. V.
Maik Hünefeld, Leiter Kommunikation
Tel.: 0228 - 9599021
E-Mail: maik.huenefeld@vdm-bonn.de

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VDM und GDB begleiten Mineralbrunnenbranche in die Klimaneutralität

Brancheninitiative Klimaneutralität 2030 gestartet

20.01.2021

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Bonn/Berlin, 20. Januar 2021 – Die deutsche Mineralbrunnenbranche baut ihr Engagement für den Klimaschutz weiter aus und startet die Brancheninitiative „Klimaneutralität 2030“. Bis spätestens zum Jahr 2030 soll die gesamte Prozesskette von natürlichem Mineralwasser klimaneutral gestellt werden. Mit der Initiative begleiten der Verband Deutscher Mineralbrunnen (VDM) und die Genossenschaft Deutscher Brunnen (GDB) die Mineralbrunnenbranche auf dem Weg in die Klimaneutralität. Im Rahmen der Internationalen Grünen Woche 2021 stellen der VDM und die GDB das branchenweite Engagement für den Klimaschutz vor.

Der Klimawandel ist eine der größten Herausforderungen unserer Zeit. Seine zunehmend spürbaren Auswirkungen machen ambitionierte Klimaschutzziele erforderlich. Der Handlungsbedarf für einzelne Unternehmen und ganze Wirtschaftszweige ist hoch. „Für die Mineralbrunnenbranche und das Naturprodukt Mineralwasser bedeutet aktiver Klimaschutz zugleich Schutz der Ressource Wasser und eine Investition in die Zukunft“, betont der VDM-Vorsitzende Dr. Karl Tack bei der Auftaktpressekonferenz zur Brancheninitiative Klimaneutralität 2030. Die deutschen Mineralbrunnen nehmen ihre gesellschaftliche Verantwortung wahr, indem sie von jeher nachhaltig wirtschaften. Einige Mineralbrunnen operieren auf vorbildliche Weise inzwischen auch bereits klimaneutral. „Unser Ziel ist es, dass nicht nur einzelne Unternehmen, sondern die gesamte Mineralbrunnenbranche den Weg in die Klimaneutralität bis 2030 beschreitet. Wir wollen das Ziel deutlich vor der von der internationalen Gemeinschaft gesetzten Zielmarke 2050 erreichen, um der Vorreiterrolle der Mineralbrunnenbranche in puncto Nachhaltigkeit und Umweltschutz mit dem Naturprodukt Mineralwasser weiterhin gerecht zu werden“, so Tack weiter. 

Mit der Initiative Klimaneutralität 2030 unterstützt der VDM seine Mitgliedsbetriebe dabei, einen wesentlichen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten. „Im Mittelpunkt der Initiative stehen die effektive Vermeidung und Verringerung von Treibhausgasemissionen sowie der vollständige Ausgleich der verbleibenden Emissionen entlang der gesamten Prozesskette des Naturprodukts Mineralwasser. Konkret geht es also darum, dass die Mineralbrunnen den CO2-Fußabdruck von natürlichem Mineralwasser bis spätestens 2030 klimaneutral stellen“, erklärt VDM-Geschäftsführer Udo Kremer die Ziele der Brancheninitiative. Um dies zu erreichen, sollen im Rahmen der Initiative die Scopes 1 bis 3 entsprechend dem Greenhouse Gas (GHG) Protocol vollumfänglich berücksichtigt werden. Neben der Vermeidung der direkten Emissionen, die aus der Gewinnung und Abfüllung des Naturprodukts Mineralwasser resultieren (Scope 1), stehen insbesondere die Umstellung des Betriebs auf die Nutzung erneuerbarer Energien (Scope 2) sowie die weitestgehende Reduktion der Emissionen in den vor- und nachgelagerten Prozessen wie Verpackung und Transport (Scope 3) im Fokus. Die verbleibenden, unvermeidbaren CO2-Emissionen sollen durch Klimaschutzprojekte ausgeglichen werden.

Im Laufe dieses Jahres wird der VDM die konkrete Roadmap sowie einen Branchenleitfaden erarbeiten, in dem einheitliche Kriterien und Zwischenziele für die Branche definiert sowie spezifische Maßnahmen und Handlungsempfehlungen beschrieben werden. „Bereits jetzt hat der VDM Rahmenverträge mit erfahrenen Kompensationsanbietern abgeschlossen, mit denen wir Skaleneffekte erzielen und die Mineralbrunnenbetriebe effizient und effektiv bei der Umsetzung der Klimaschutzmaßnahmen unterstützen“, erläutert Kremer. Ausschlaggebend für die Auswahl der Kompensationsanbieter waren ein überzeugendes Gesamtkonzept, die Seriosität im Hinblick auf Kompensationsprojekte und die Expertise für die Erstellung von CO2-Bilanzen.

Die GDB-Mehrwegpools werden klimaneutral

Auf dem Weg in die Klimaneutralität unterstützt die GDB die Mineralbrunnenbranche in ihrem Engagement für den Klima- und Umweltschutz. Bis spätestens 2030 soll das gesamte GDB-Pool-Mehrwegsystem schrittweise in die Klimaneutralität überführt werden. Die GDB trägt damit auf der Verpackungsseite einen wesentlichen Baustein zur Brancheninitiative bei. „Mit mehr als 40 Prozent Marktanteil bei Verpackungen im Mineralwassermarkt und über 70 Prozent bei Mehrwegflaschen können wir einen effektiven Beitrag zur Klimaschutzinitiative der Branche leisten“, erklärt GDB-Vorstandsvorsitzender Markus Wolff. Darüber hinaus werde die GDB in den kommenden Jahren sukzessive verbundene Unternehmensteile wie das PETCYCLE-Kreislaufsystem sowie weitere Teile des Lieferprogramms in die Klimaneutralität überführen. „Die bekannte Perlenflasche ist bereits seit Jahrzehnten ein Symbol für eine nachhaltige Verpackung. In Zukunft soll sie auch zum Vorbild für klimaneutrale Getränkeverpackungen werden.“ 

Das Ziel der klimaneutralen Mehrwegpools erreicht die GDB, indem bereits im vergangenen Jahr alle neuen Poolflaschen und seit Beginn des laufenden Geschäftsjahres alle neuen Pool-Mehrwegflaschen und -kästen klimaneutral an die Mineralbrunnenbetriebe geliefert werden. „Im Zuge des laufenden qualitätssichernden Austauschs von Mehrwegflaschen und -kästen steigt so der Anteil der klimaneutralen Flaschen pro Jahr um durchschnittlich rund 10 Prozent. Spätestens 2030 sind die Mehrwegpools dann vollständig klimaneutral“, erläutert Wolff. Zugleich sinke der Anteil der Treibhausgase, die durch Ausgleichsmaßnahmen kompensiert werden müssen, wenn Klimaschutzmaßnahmen und -ziele in der Lieferkette schrittweise umgesetzt werden. 

Erste Teilziele hat die GDB bereits erreicht. Die 2018 auf den Markt gekommenen N-Gebinde aus Glas werden der erste vollständig klimaneutrale Pool im Mehrwegsystem der GDB sein. Hier wird jetzt die Möglichkeit genutzt, die bereits angefallenen CO2-Emissionen für die Produktion von Flaschen und Kästen rückwirkend auszugleichen. „Außerdem arbeiten GDB und VDM am Standort Bonn seit dem Geschäftsjahr 2018/19 bzw. seit 2020 bereits selbst klimaneutral“, ergänzt Wolff. „Aber der Hauptteil der Arbeit liegt noch vor uns. Das werden wir jetzt gemeinsam mit der Branche umsetzen.“

Deutsche Mineralbrunnenbetriebe wirtschaften nachhaltig und gehen behutsam mit den natürlichen Ressourcen als Teil ihrer Existenzgrundlage um. Mit dem einzigartigen Mehrweg- und Pfandrücknahmesystem in Deutschland und Investitionen in moderne Abfüllanlagen leisten sie bereits seit Jahren einen aktiven Beitrag zum Umweltschutz.

Der Verband Deutscher Mineralbrunnen (VDM) vertritt die politischen und wirtschaftlichen Interessen der Mineralbrunnenbranche. Die rund 200 überwiegend kleinen und mittleren deutschen Mineralbrunnen-Betriebe füllen über 500 verschiedene Mineral-  und 34 Heilwässer sowie zahlreiche Mineralbrunnen-Erfrischungsgetränke  ab. Mit  rund  12.500 Arbeitnehmern sind sie wichtige Arbeitgeber der Ernährungsindustrie.

Die Genossenschaft Deutscher Brunnen (GDB) ist Einkaufs- und Serviceorganisation der deutschen Mineralbrunnen mit rund 180 Mitgliedsunternehmen. Neben dem Handelsgeschäft ist ein wesentlicher Teil ihrer Aufgaben die Steuerung der Mehrwegpools und Rücklaufsysteme der deutschen Mineralbrunnen. Zu den Tochterunternehmen der GDB gehören das PET-Kreislaufsystem PETCYCLE sowie das Unternehmen LOGICYCLE.

 

Bei Rückfragen:

VDM – Verband Deutscher Mineralbrunnen e. V.
Maik Hünefeld, Leiter Kommunikation
Tel.: 0228 – 95990-21
E-Mail: maik.huenefeld@vdm-bonn.de

GDB – Genossenschaft Deutscher Brunnen eG
Tobias Bielenstein, Leiter Public Affairs, Nachhaltigkeit & Kommunikation
Tel.:  0228 – 95959-15
E-Mail: tbielenstein@gdb.de

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Dr. Karl Tack als VDM-Vorsitzender bestätigt

26.11.2020

Bonn, 26. November 2020 – Im Rahmen der ordentlichen Mitgliederversammlung des Verbandes Deutscher Mineralbrunnen e.V. (VDM), die am 24. November 2020 erstmals als Online-Veranstaltung stattfand, wurde turnusgemäß der neunköpfige Vorstand für die kommenden drei Jahre gewählt.

Nach der Wahl durch die Mitgliederversammlung hat der neue Vorstand des VDM wiederum Dr. Karl Tack sein großes Vertrauen ausgesprochen und den Unternehmer für weitere drei Jahre zum Vorsitzenden des VDM berufen. Als Stellvertretender Vorsitzender wurde Dirk Hinkel, Hassia Mineralquellen, gewählt. Er übernimmt damit die Nachfolge von Thomas Fritz, Ensinger Mineral-Heilquellen, der sich nach sechs Jahren erfolgreicher Vorstandsarbeit nicht zur Wiederwahl stellte. In seiner Funktion als Vorsitzender des Ausschusses für Heilwasser gehört Fritz jedoch weiterhin dem Erweiterten Vorstand des VDM an. 

Als neue Mitglieder wurden Roel Annega, Gerolsteiner Brunnen, Ullrich Lössl, Bad Dürrheimer Mineralbrunnen, und Christian Schindel, RhönSprudel, von der Mitgliederversammlung in den VDM-Vorstand gewählt. Das Führungsgremium des Verbandes setzt sich damit für die Wahlperiode 2020 bis 2023 wie folgt zusammen: 

Dr. Karl Tack (Vorsitzender), Rhodius Mineralquellen und Getränke

Dirk Hinkel (Stellvertretender Vorsitzender), Hassia Mineralquellen

Roel Annega, Gerolsteiner Brunnen

Stefan Hoechter, Adelholzener Alpenquellen

Ullrich Lössl, Bad Dürrheimer Mineralbrunnen

Henning Rodekohr, Vilsa-Brunnen Otto Rodekohr

Dr. Judith Schilling , Brohler Mineral- und Heilbrunnen

Christian Schindel, MineralBrunnen RhönSprudel Egon Schindel

Lilo Sillner, Labertaler Heil- und Mineralquellen Getränke Hausler

Der alte und neue VDM-Vorsitzende Dr. Karl Tack dankte den Vorstandsmitgliedern für das in ihn gesetzte Vertrauen und rief die gesamte Mineralbrunnenbranche dazu auf, den eingeschlagenen Weg der proaktiven Interessenvertretung weiter zu unterstützen: „Angesichts der enormen gesellschaftlichen Herausforderungen bedarf es permanenter Aufklärungs- und Überzeugungsarbeit, um die einzigartige Qualität des Naturprodukts Mineralwasser und die Bedeutung der überwiegend familiengeführten deutschen Mineralbrunnen gerade für den ländlichen Raum in den Köpfen der politischen Entscheidungsträger zu verankern.“

 Der Verband Deutscher Mineralbrunnen (VDM) vertritt die politischen und wirtschaftlichen Interessen der Mineralbrunnenbranche. Die rund 200 überwiegend kleinen und mittleren deutschen Mineralbrunnen-Betriebe füllen über 500 verschiedene Mineral- und 34 Heilwässer sowie zahlreiche Mineralbrunnen-Erfrischungsgetränke ab. Mit rund 12.500 Arbeitnehmern sind sie wichtige Arbeitgeber der Ernährungsindustrie.

 

Bei Rückfragen:

VDM – Verband Deutscher Mineralbrunnen e. V.
Maik Hünefeld, Leiter Kommunikation
Tel.: 0228 – 95990-21
E-Mail: maik.huenefeld(at)vdm-bonn.de

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Gemeinsame Presseerklärung der Getränkewirtschaft Wirksame Hilfen und klare Perspektiven – jetzt !

02.11.2020

Die Beschlüsse von Bund und Ländern zur heute in Kraft getretenen Schließung von Gaststätten, Bars, Clubs, Diskotheken und Kneipen haben nicht nur für die Gastronomie dramatische Auswirkun-gen. Auch die Getränkewirtschaft mit mehreren tausend mittelständischen und handwerklichen Be-trieben wird durch die Maßnahmen massiv belastet. Die Verbände der Getränkewirtschaft erklären sich solidarisch mit Gastronomie und Hotellerie – sie sind und bleiben unsere wichtigsten Partner.

Ob Restaurant, Hotel oder die Kneipe um die Ecke – das Gastgewerbe hat in den vergangenen Mo-naten immense Anstrengungen geleistet, um die Vorgaben für den Infektionsschutz umzusetzen. Die Corona-Pandemie stellt für die gesamte Gesellschaft eine sehr ernsthafte Bedrohung dar. Viele Be-triebe sind deshalb teilweise noch über die staatlichen Standards hinausgegangen und haben bis zu-letzt in Hygienekonzepte und Außenbereiche investiert, um auch während der kalten Jahreszeit für Gäste und Mitarbeiter einen sicheren Betrieb gewährleisten zu können. Umso bitterer ist es für die Gastronomie, dass nun ein erneuter Lockdown erfolgt, der die existenzbedrohten Betriebe nach einer kurzen Phase der Erholung zur Schließung zwingt. Zu Recht weist die Gastronomie auf das hohe Maß des Infektionsschutzes hin und stellt die Frage, wie viele der bisher nachgewiesenen Infektionen tatsächlich auf Gaststätten oder Hotels zurückzuführen sind. Wir sind überzeugt: Nur wenn politische Entscheidungen auf einem festen wissenschaftlichen Fundament stehen, werden sie ein Höchstmaß an Akzeptanz finden. Die Schließung der Gastronomie dürfte dazu führen, dass sich noch mehr sozia-le Kontakte ins Private verlagern und damit ins Unsichtbare, wo sie wirksamen Hygienekonzepten und einer Nachverfolgbarkeit entzogen sind.

Begründet wurde die erneute Schließung der Gastronomie von Bund und Ländern damit, dass im Ge-genzug andere Bereiche der Wirtschaft und der Gesellschaft geöffnet bleiben können. Wenn der Staat mit Blick auf das Gemeinwesen gezielt einen einzelnen Wirtschaftsbereich besonderen Belastungen aussetzt, steht er in der Pflicht, die betroffenen Betriebe und Mitarbeiter auch besonders zu unterstützen. Wir begrüßen die Absicht der Bundesregierung, „massiv wirtschaftliche und finanzielle Hilfe anzubieten“. Und wir erwarten, dass die angekündigten Hilfen nunmehr schnell und unbürokra-tisch auf den Weg gebracht werden. Es muss aber auch sichergestellt sein, dass über die Gastronomie hinaus ähnlich schwer betroffene Betriebe der (Liefer-)Kette eine Unterstützung erhalten, die diesen Namen verdient und das Überleben dieser Betriebe sichert.


Gaststätten und Hotels, Kneipen und Bars, Clubs und Caterer, Event- und Konzertveranstalter, Ge-tränkewirtschaft und andere Zulieferer – sie alle brauchen nicht nur Unterstützung, sondern auch eine klare Perspektive für die Zukunft. Viele dieser familiengeführten Unternehmen stehen in der Corona-Krise am Abgrund und erwarten eine Politik mit Augenmaß, die bereit ist zu einer ehrlichen Analyse der Situation, einschließlich der zeitlichen Horizonte, und einer offenen Diskussion notwendiger Maß-nahmen. Ziel muss es sein, Unsicherheit zu ersetzen durch Strategien, die den Gesundheitsschutz der Bevölkerung sicherstellen und gleichzeitig das Überleben von unverschuldet in Not geratenen Betrieben.


Ansprechpartner für die Medien

Udo Kremer, Geschäftsführer
Verband Deutscher Mineralbrunnen e.V.
Kennedyallee 28
53175 Bonn
Tel. 0228/9599012
udo.kremer@vdm-bonn.de
www.vdm-bonn.de

 

Holger Eichele, Hauptgeschäftsführer
Deutscher Brauer-Bund e.V.
Neustädtische Kirchstr. 7A
10117 Berlin
Tel.: 030/20916725
eichele@brauer-bund.de
www.brauer-bund.de

 

Dirk Reinsberg, Geschäftsführender Vorstand
Bundesverband des Deutschen Getränkefachgroßhandels e.V.
Monschauer Str. 7
40549 Düsseldorf
Tel. 0211/ 683938
reinsberg@bv-gfgh.de
www.bv-gfgh.de

 

Dr. Detlef Groß, Hauptgeschäftsführer
Wirtschaftsvereinigung Alkoholfreie Getränke e.V.
Monbijouplatz 11 10178 Berlin Tel. 030/259 2580 dgross@wafg.de
www.wafg.de

 

Roland Demleitner, Geschäftsführer
Verband Private Brauereien Deutschland e.V.
Rheinstraße 11
65549 Limburg
Tel. 06431/52048
info@private-brauereien-deutschland.de
www.private-brauereien.de

 

Klaus Heitlinger, Geschäftsführer
Verband der deutschen Fruchtsaftindustrie e.V.
Mainzer Straße 253
53179 Bonn
Tel. 0228/ 954600
heitlinger@fruchtsaft.org
www.fruchtsaft.org

 

Pressemitteilung

 

 

 

 

Bundesumweltministerin Svenja Schulze zu Gast beim VDM-Vorsitzenden Dr. Karl Tack

01.09.2020

Burgbrohl/Bonn, 28.08.2020 - Das Bundesumweltministerium und die deutschen Mineralbrunnen setzen sich gemeinsam für den Schutz der Umwelt und der Ressourcen in Deutschland ein. Bei einem persönlichen Austausch mit Bundesumweltministerin Svenja Schulze am 28. August 2020 verdeutlichte der Vorsitzende des Verbandes Deutscher Mineralbrunnen (VDM), Dr. Karl Tack, den hohen Stellenwert des Naturproduktes Mineralwasser für eine gesunde Ernährung sowie die Bedeutung der Mineralbrunnenbranche für die Sicherung von Arbeitsplätzen in ländlichen Regionen. Die Bundesumweltministerin begrüßte die Investition in eine Mehrwegabfüllanlage und forderte die Mineralbrunnen auf, noch stärker auf Mehrweg zu setzen, der gerade beim regionalen Konsum besonders vorteilhaft ist.

Anlässlich eines Besuchs bei Rhodius Mineralquellen in Burgbrohl konnte sich die Bundesumweltministerin davon überzeugen, dass deutsche Mineralbrunnen mit ihren Produkten nicht die Umwelt vermüllen. Der VDM-Vorsitzende Dr. Tack hielt fest: "Die Flaschen, in die natürliches Mineralwasser von Gesetzes wegen abgefüllt werden muss, sind nicht das Problem, sondern die Lösung. Denn nur durch die Abfüllung direkt am Quellort können die natürliche Reinheit und die Produktsicherheit von Mineralwasser gewährleistet werden." Die Mineralbrunnenbetriebe sind nahezu ausschließlich inhabergeführte Familienunternehmen. Sie sind in ihrer jeweiligen Region sozial fest verwurzelt und sorgen gerade in ländlichen Regionen für sichere Arbeits- und Ausbildungsplätze. Die Betriebe wirtschaften nachhaltig und gehen behutsam mit natürlichen Ressourcen um. So sind Mineralbrunnen auch bereits auf dem Weg in die Klimaneutralität.

Bei dem Besuch stand auch die Besichtigung einer hochmodernen Glas-Mehrweg- Abfüllanlage auf dem Programm. Bundesumweltministerin Svenja Schulze würdigte die Branche vor allem für ihre wichtige Rolle beim Erhalt von Mehrwegsystemen und ihre Bemühungen zum Schutz der natürlichen Ressourcen. Neben der öffentlichen Trinkwasserversorgung habe das Naturprodukt Mineralwasser als Lebensmittel seinen festen Platz in der Versorgung der Bevölkerung mit qualitativ hochwertigem Wasser. Zudem dankte Schulze der Mineralbrunnenbranche für die intensive Mitarbeit im Nationalen Wasserdialog und hilfreiche Beiträge dazu.

Die Bundesumweltministerin und der VDM-Vorsitzende haben miteinander vereinbart, den aufgenommenen konstruktiven Dialog fortzusetzen, insbesondere zu aktuellen Themen wie der Wasserversorgung in Deutschland oder der Steigerung des Anteils von Mehrwegflaschen.

Der Verband Deutscher Mineralbrunnen (VDM) vertritt die politischen und wirtschaftlichen Interessen der Mineralbrunnenbranche. Die rund 200 überwiegend kleinen und mittleren deutschen Mineralbrunnen-Betriebe füllen über 500 verschiedene Mineral- und 34 Heilwässer sowie zahlreiche Mineralbrunnen-Erfrischungsgetränke ab. Mit rund 12.500 Arbeitnehmern sind sie wichtige Arbeitgeber der Ernährungsindustrie.

Für Rückfragen

Bastian Herzig
Verband Deutscher Mineralbrunnen (VDM)
bastian.herzig(at)vdm-bonn.de
Tel: 0228/95990-13

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